Radfahrausbildung in der Primärstufe

Die Radfahrausbildung findet im Rahmen des Verkehrsunterrichts durch die Lehrer/innen statt. In den Jahrgangsstufen 3 und 4 erfolgt die praktische Ausbildung.
Für die Radfahrausbildung kann von den Schulen ein Fahrradcontainer bestellt werden, der Laufräder, Roller, Kinderfahrräder, Fahrradhelme und einen Fahrradparcours enthält. 

 

Des Weiteren werden den Schulen Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt (Fahrradhandbuch für Kinder, Radfahren in der Schule - Das Programm für die Klassen 1 bis 4).
Im Mittelpunkt der Radfahrausbildung in der Jahrgangsstufe 4 steht das Lernen und Üben im Straßenverkehr. Als Übungsbogen wird der "Hamburger Übungsbogen" eingesetzt, der den Schulen von der Stadt zur Verfügung gestellt wird. Er ist in Form einer Fotogeschichte mit Comicelementen konzipiert und enthält Schreib- und Malanlässe, um sich mit der Problematik des Radfahrens motivierend auseinander zusetzen. Der Bogen lässt den Kindern Raum für eigene Antwortmöglichkeiten. Die Fahrpraxis endet mit einer Abschlussfahrt im Schulbereich. Eine Prüfung findet nicht statt. Die Kinder erhalten zum Schluss eine Urkunde. Der neue Übungsbogen soll auch zu einer besseren Aufgabenverteilung zwischen Schule und Polizei bei der Radfahrausbildung anregen, indem die Lehrer/innen die Fahrübungen der Kinder im Straßenverkehr mit vorbereiten, begleiten und nachbereiten.

Mobilitätserziehung in der Sek. I

Die Stadt Brühl veranstaltet jährlich Verkehrssicherheitstage an allen weiterführenden Schulen, an denen ca. 700 Schülerinnen und Schüler, überwiegend aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 an einem vielfältigen Aktionsprogramm teilnehmen.

Jede weiterführende Schule stellt sich aus einem vorgegebenen Rahmen ein eigenes Programm für ihren Verkehrssicherheitstag auf dem Schulgelände zusammen.

Folgende Aktionsmodule werden angeboten:

  • die „Aktion Licht - Black Box“ von der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte (AGFS) zum Thema verkehrssicheres Fahrrad, Fahrradbeleuchtung und Sichtbarkeit im Dunkeln
 
  • einen ADAC-Fahrradgeschicklichkeitsparcours zur Einübung und Überprüfung motorischer Fähigkeiten auf dem Fahrrad
  • eine „Tote Winkel-Aktion“ in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Verkehrssicherheitsberaterin der Kreispolizeibehörde zur Förderung der Wahrnehmung des „toten Winkels“
  • eine Busschule der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) in Kooperation mit der Stadtwerke Brühl GmbH über das verkehrssichere Verhalten im Bus und an den Bushaltestellen
  • eine Schulumfelderkundung mit der Verkehrssicherheitsberaterin der Kreispolizeibehörde.  

Broschüre "Unterwegs zur Schule"

Diese Informationsbroschüre, die die Eltern der Schüler/innen der Jahrgangsstufe 5 der weiterführenden Schulen bekommen, enthalten Tipps und Anregungen zur Verkehrsanbindung der Schule und zur Verkehrsmittelwahl.
Die Broschüren werden in der Regel über einen sog. schulinternen "Verkehrsausschuss", in dem Schüler, Eltern und Lehrer vertreten sind, in Abstimmung mit der Stadtverwaltung erstellt. Ziel ist, die Schüler bei der selbstständigen Bewältigung des Schulweges zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus bzw. der Bahn zu unterstützen.
Neben Informationen über eine selbständige Mobilität, enthält die Broschüre Tipps über die Anbindungen mit dem Fahrrad zur Schule (inkl. eines Plans mit der empfohlenen Radstrecke), mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Anbindung, Tickets) und die Anfahrt mit dem Auto.

Fahrradsicherheitsscheck an allen weiterführenden Schulen

Seit 1998 werden an allen weiterführenden Schulen kostenlose Fahrradsicherheitskontrollen in Zusammenarbeit mit den Bezirksbeamten sowie den Verkehrssicherheitsberatern der Polizei und den Koordinierungslehrern in den Schulen durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler können das eigene Fahrrad vorstellen, um es auf Verkehrssicherheit (Schwerpunkt: funktionsfähige Bremsen und Beleuchtung) kontrollieren zu lassen. Bei Vorliegen von Mängeln erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Mängelkarte. Nach Reparatur soll das Rad erneut vorgezeigt werden.

Die örtlichen Fahrradhändler unterstützen die Aktion und führen kleinere Reparaturen unter Beteiligung der Schülerinnen und Schüler vor Ort aus.

Um die Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an den Überprüfungen zu motivieren, wird seit einigen Jahren ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen organisiert. Außerdem wird ein Klassenpreis für die Klasse mit der prozentual höchsten Teilnehmerquote ausgelobt.

Das Ziel des Fahrradsicherheits-Checks ist es nicht, die Schüler/innen zu "erwischen", sondern sie und die Erziehungsberechtigten für die Verwendung eines verkehrssicheren Fahrrades zu sensibilisieren und den Anteil der verkehrssicher ausgestatteten Fahrräder zu erhöhen und somit die Unfallgefahr zu verringern.

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