Radverkehrsförderung/Ausblick im Rhein-Erft-Kreis

Das Umsetzungsprogramm

Die Möglichkeiten des Umsetzungsprogramms zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur im Rhein-Erft-Kreis reichen von der Durchsetzung radverkehrs-verträglicher Geschwindigkeiten über die Abmarkierung von Radspuren bis zum Neubau straßenbegleitender Radwege.
Das Umsetzungsprogramm besteht aus zwei Bausteinen:

  • Ein Sofortmaßnahmenprogramm soll helfen, die vorhandenen Radverkehrsanlagen kurzfristig sicherer und komfortabler zu gestalten, bevor es zu umfangreichen Netzergänzungen kommt.
  • Begleitend dazu wurde ein Sanierungs- und Ausbauprogramm erarbeitet, das zunächst auf Verbesserungen im besonders bedeutsamen regionalen Hauptachsennetz ausgerichtet ist. Später sollen dann schrittweise auch das Neben- und das Ergänzungsachsennetz aufgewertet werden.

Da Radfahrerinnen und Radfahrer gerade in Kreuzungen und Einmündungen besonderen Gefahren ausgesetzt sind, stellte der Rhein-Erft-Kreis 1995 im Rahmen des Umsetzungsprogramms ein Sonderprogramm zur Sicherung von Querungsstellen für den Radverkehr auf.

Mittlerweile sind die meisten Radwegenden und Querungsstellen mit baulichen Maßnahmen gesichert. Zum Schutz für Radfahrer und Fußgänger werden in der Regel Querungshilfen, zum Teil in Kombination mit Fahrradabbiegestreifen, in die Fahrbahn eingebaut. Auch außerorts werden Mittelinseln seit Jahren mit Erfolg eingesetzt.

Schon Mitte der 80er Jahre wurden im Rhein-Erft-Kreis Kreisverkehrsplätze zur Sicherung von Rad-wegenden bzw. zur Überleitung von Einrichtungs- auf Zweirichtungsradwege "entdeckt". Der ankommende Radverkehr wird in der Regel durch einen von der Kreisfahrbahn abgesetzten, umlaufenden Radweg aufgefangen und auf die verschiedenen Richtungen verteilt.

Kongress

Im Jahre 1997 startete der Rhein-Erft-Kreis eine Fahrradkongressreihe. Bislang fanden drei Kongresse im Kreishaus Bergheim statt, die in der nationalen und internationalen Fachöffentlichkeit Beachtung fanden. Die Themen waren: - Bike & Ride in der Praxis
- Sicherung von Querungsstellen für den Fahrradverkehr
- Radverkehr als System
Die Reihe wird fortgeführt.

Ausblick

Die Realisierung einer fahrradfreundlichen Infrastruktur ist nicht Ziel, sondern Basis eines gut funktionierenden Radverkehrssystems, das von einem Großteil der Bevölkerung angenommen wird und zu spürbaren Veränderungen im Mobilitätsverhalten der Menschen führen soll.

Zur Zeit konzentriert sich die Radverkehrsförderung im Rhein-Erft-Kreis auf innerörtliche Bereiche. Es geht darum, Netzlücken zu schließen und ein sicheres Durchfahren der Ortsdurchfahrten zu gewährleisten. Dabei setzt der Kreis vor allem auf Radfahrstreifen und Schutzstreifen. Eine große Bedeutung hat die sichere und komfortable Führung des Radverkehrs an signalgesteuerten Knotenpunkten.

Neben weiteren infrastrukturellen Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren die Ausschilderung von touristischen Themenrouten und die Öffentlichkeits-
arbeit intensiviert werden.

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