Der Deutsche Fahrradpreis 2018

Bewerbungsphase bis zum 30. November verlängert

Seit 1. September werden die besten Projekte der Radverkehrsförderung gesucht. Ob Radschnellweg, Fahrradparkhaus, Handy-App mit nützlichen Tipps, Verleihsystem für Lastenräder oder eine durchdachte Kampagne:  Richtungsweisende Projekte und Maßnahmen, die das Radfahren im Alltag, in der Freizeit oder im Tourismus fördern, erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen, werden beim Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet. Gute Chancen auf einen Preis haben gleichermaßen Projekte, die überzeugende Detailverbesserungen beinhalten, als auch solche, die in ihrem Bereich neue Maßstäbe setzen.

Bewerbungen können in den Kategorien „Infrastruktur“, „Service“ und „Kommunikation“ eingereicht werden. Der erste Platz jeder Kategorie ist mit 3.000 Euro dotiert.

Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie auf www.der-deutsche-fahrradpreis.de

Video- und Fotowettbewerb

Vom 1. September 2017 bis 15. Dezember 2017 können Sie hier Ihre Beiträge einreichen und hochwertige Sachpreise gewinnen. Das diesjährige Motto lautet "Mein Rad kann...". Auch dieses Jahr stellen die Sponsoren ZIV und VSF hochwertige Preise zur Verfügung.

Zum Motto:

In kreativen Beiträgen kann gezeigt werden, was alles mit dem Fahrrad möglich ist. Neben dem Fahrradfahren gibt es noch weitere Anwendungsbereiche für das Rad. Auch zweckentfremdete Ideen können als Foto oder Video eingereicht werden. Das Fahrrad kann - ist Ideengeber und Helfer in vielen Lebensbereichen und ist Ausdruck des eigenen Lebensstils. Mein Rad kann mich natürlich von A nach B bringen, aber wie sieht es mit entspannen, trösten, ärgern oder Freude bereiten aus? 

Der Deutsche Fahrradpreis freut sich auf Ihre Interpretation von 'Mein Rad kann...'!

Hier geht es zur Bewerbung für den Video- und Fotowettbewerb.

Auf einen Blick: Was ist "Der Deutsche Fahrradpreis"?

"Der Deutsche Fahrradpreis" ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des Radverkehrs in Deutschland. Im Jahr 2000 wurde der Wettbewerb unter dem Namen "best for bike" zum ersten Mal verliehen. Als Bestandteil des Nationalen Radverkehrsplans der Bundesregierung trägt "Der Deutsche Fahrradpreis" dazu bei, Good-Practice-Beispiele bei Entscheidungsträgern und Fachleuten bekannt zu machen. So dienen die eingereichten Beiträge bundesweit als Vorbild und Anregung für weitere Projekte und Maßnahmen der Radeverkehrsförderung. Ein weiteres Ziel des Wettbewerbs ist es, das Image des Fahrrads in der Öffentlichkeit aufzuwerten und somit mehr Menschen in Deutschland zum Fahrradfahren zu bewegen.

Mehr auf www.der-deutsche-fahrradpreis.de

 

 

Der Deutsche Fahrradpreis 2017

Preisverleihung

Die Gewinner des Deutschen Fahrradpreises 2017 stehen fest. Die Mainzer Piktogrammkette, die Transportradinitiative TINK aus Konstanz und Norderstedt sowie die Heidelberger Kampagne „#woparkstdudenn?“ konnten den bundesweiten Wettbewerb für sich entscheiden. Die Gewinner wurden am 3. April auf dem Nationalen Radverkehrskongress in Mannheim ausgezeichnet.

Einmal im Jahr zeichnet „Der Deutsche Fahrradpreis“ die besten Projekte der Radverkehrsförderung in den Kategorien „Infrastruktur“, „Service“ und „Kommunikation“ sowie des Film- und Fotowettbewerbs aus. Der erste Platz jeder Kategorie ist mit 3.000 Euro dotiert. In diesem Jahr gingen 129 Bewerbungen für die bundesweite Auszeichnung ins Rennen. Außerdem wurde die „Fahrradfreundlichste Persönlichkeit“ geehrt.

Diesen Preis konnte der Musiker Sebastian Krumbiegel im Mannheimer Rosengarten entgegennehmen: „Mein Engagement für das Fahrrad ist für mich eine Herzensangelegenheit. Umso mehr freue ich mich, dafür mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet zu werden.“

Service

In der Kategorie „Service“ setzte sich das Team von „TINK – Transport-radinitiative nachhaltiger Kommunen“ aus Konstanz und Norderstedt gegen 32 Konkurrenten durch. Laudator Norbert Barthle: „Das vollautomatische Verleihsystem ist unkompliziert, nutzerfreundlich und rund um die Uhr verfügbar. Das macht es auch so attraktiv. Es würde mich freuen, wenn das Pilotprojekt in Zukunft zahlreiche Nachahmer findet.“

Der zweite Platz ging an die Stadt Herne. Sie überzeugte die Jury mit dem Pilotprojekt „Emissionsfreie Citylogistik in der Herner Fußgängerzone“, bei dem herkömmliche Lieferfahrzeuge durch Lastenräder ersetzt wurden. Der dritte Platz ging an das Kölner Team um die App „Radbonus“, das ein Bonussystem für Radfahrer entwickelt hat und betreibt.

Kommunikation

Die Kategorie „Kommunikation“ konnte die Stadt Heidelberg mit der Kampagne „#woparkstdudenn?“ für sich entscheiden. Für die Aktion wurden Denkzettel in Form von Post-its auf ein Auto geklebt, das absichtlich in einer Fahrradstraße abgestellt wurde. „Humorvoll, aber klare Kante: Die ausgezeichnete Aktion in Heidelberg holt die Ohnmacht vieler Alltagsradler ins Bewusstsein”, so das Urteil von Laudator Christoph Erdmenger vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg.

Auf Platz zwei folgte die Initiative Neue Arbeit der Diakonie Essen mit der Aktion „Radeln ohne Alter“, einem Spazierfahrservice für Senioren und Seniorinnen. Die drittplatzierte AGFK Baden-Württemberg hatte das Projekt „Ich und die anderen – die anderen und ich“ eingereicht, ein Film und eine Wendebroschüre zum Perspektivenwechsel und für mehr Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Insgesamt gingen in dieser Kategorie 63 Bewerber an den Start.

Infrastruktur

In der Kategorie „Infrastruktur“ belegte Mainz mit der Piktogrammkette den ersten Platz. Die Idee einer Fahrbahnmarkierung überzeugte die Jury vor allem, weil Radfahrern mit einfachen Mitteln deutlich gemacht wird, wann sie trotz Radweg die Straße nutzen dürfen. „Mit der Fahrbahnmarkierung beweist die Stadt Mainz, dass effektive Radverkehrsförderung nicht immer teuer und planungsintensiv sein muss. Die Maßnahme kann auch in anderen Kommunen schnell und einfach für sichereren Radverkehr sorgen“, erklärt Laudator Matthias Dießl, der Landrat im Landkreis Fürth und Vorsitzender der AGFK Bayern ist. Die Bürgerinitiative „Alltagsradwege für unsere Region“ aus Berlstedt sicherte sich mit ihrem hohen Engagement für den Ausbau der lokalen Fahrradinfrastruktur den zweiten Platz vor „Radquadrat – Die Radroute mit Potenzial“, eingereicht von der Stadt Bottrop, auf Platz drei. Der Jury lagen insgesamt 33 Bewerbungen in der Kategorie „Infrastruktur“ vor.

Weitere Informationen zu den Preisträgern finden Sie auf www.der-deutsche-fahrradpreis.de

Film- und Fotowettbewerb

Den Film- Fotowettbewerb unter dem Motto „200 Jahre Fahrrad und kein Ende in Sicht“ gewannen Dustin Janczewski in der Kategorie FILM und Volker Wasserthal in der Kategorie FOTO. Beide erhielten ein hochwertiges Fahrrad, überreicht von den Sponsoren ZIV und VSF.