Kurzportrait

Arnsberg - eine topographische Herausforderung

Die Stadt Arnsberg ist mit etwa 74.000 Einwohnern die größte Kommune im Hochsauerlandkreis (HSK). Eingebettet in eine waldreiche, hügelige Landschaft, die von 145 Meter über NN bis 461 Meter über NN reicht, wird die Stadt durch die Höhenzüge des Arnsberger Waldes und die Ruhrschleife geprägt. Das Stadtgebiet umfasst eine Fläche von etwa 193 km². Es erstreckt sich dabei rund 25 km in Ost-West-Richtung sowie knapp 9 km in Nord-Süd-Richtung.

Als polyzentrale Stadt liegt Arnsberg mit seinen drei städtisch geprägten Zentren (Neheim, Hüsten und Alt-Arnsberg) sowie Oeventrop und den kleineren Ortsteilen Bruchhausen, Niedereimer und Uentrop im langgestreckten Ruhrtal. Die Dörfer Voßwinkel, Bachum, Herdringen, Müschede, Holzen, Wennigloh, Rumbeck und Breitenbruch prägen den ländlichen Siedlungsraum nördlich und südlich der Tallagen.

Aufgrund der Topografie, sind die Bedingungen nicht überall ideal, um das Fahrrad im Alltag zu nutzen. Daher ist das Radfahren in einigen Teilen des Stadtgebietes noch wenig ausgeprägt. In den Talbereichen mit dem RuhrtalRadweg ist das Fahrrad aber bereits im Stadtbild und im Alltagsverkehr präsent.

Arnsberg - fahrradfreundliche Stadt

Seit Ende der 1990er Jahre wird fortlaufend in den Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr investiert. Mit dem Einstieg in das Tourismuskonzept des RuhrtalRadweges, wurden in Arnsberg die Bemühungen um ein systematisches lückenloses Radverkehrskonzept ausgeweitet. Die Verwaltung hat dazu 2007 ein Handlungs- und Maßnahmenkonzept mit 83 Einzelprojekten zur Radverkehrsförderung vorgelegt und ständig fortgeschrieben. Davon sind bereits über 70 Maßnahmen fertiggestellt bzw. in Bau oder Bauvorbereitung.Insgesamt verfügt Arnsberg derzeit über 38 km selbstständig geführte Radwege, 34 Kilometer straßenbegleitende Radwege und 35 Kilometer fahrradfreundliche Straßen und Wege als Teil des Radverkehrsnetzes sowie in Tempo-30-Zonen. Hinzu kommen neun Fahrradstraßen mit insgesamt neun Kilometer Länge im Stadtgebiet sowie 22 Einbahnstraßen, die für den Radverkehr entgegen der Fahrtrichtung geöffnet sind. Weitere sollen mittelfristig geöffnet werden. Die Realisierung der übrigen Maßnahmen ist ein vorrangiges verkehrsplanerisches Ziel, welches seitens der Kommunalpolitik unterstützt wird.Auch die Stadtverwaltung selber präsentiert sich mit acht Dienst-Pedelecs, die intensiv genutzt werden, fahrradfreundlich.

Rad & Bus

Wer eine Wochen-, Monats- oder 9-Uhr-Karte bzw. ein Firmen-Abo besitzt, kann sein Rad im Bus kostenlos mitnehmen. Und zwar montags bis freitags ab 19 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ganztägig. Zudem fährt zwischen Ende April und Anfang Oktober auf der Strecke Soest - Günne (Möhnesee) - Neheim - Hüsten - Sundern - Endorf an Sonn- und Feiertagen stündlich ein FahrradBus. Auf dem Abschnitt Neheim - Hüsten - Sundern ist der FahrradBus auch samstags unterwegs.

Abstellanlagen

An den Bahn / Bus - Knotenpunkten in Neheim-Hüsten, Arnsberg und Oeventrop stehen Fahr-radboxen und Bügelparker bereit. Zudem sind in den Innenstadtbereichen und an zentralen Standorten, z.B. an Schulzentren, am Rathaus oder am Freizeitbad NASS ebenfalls Abstellanlagen eingerichtet worden. Darüber hinaus wird bei Schulen, Lebensmittelläden, Einkaufszentren oder Gastronomen geworben, zeitgemäße Fahrradständer zu installieren.

Arnsberg - touristisches Highlight am RuhrtalRadweg

Dank seiner Lage und seiner historischen Altstadt, ist Arnsberg ein beliebtes Etappenziel am Ruhr-talRadweg (RTRW). Bei einer Gästebefragung am RuhrtalRadweg in 2011 lag Arnsberg in der Rangliste der genannten Übernachtungsorte an erster Stelle. Der RTRW hat nicht nur touristisches Potenzial, sondern er wirkt auch in die Stadt hinein. So nutzen viele Arnsbergerinnen und Arnsberger den Radweg für ihre Freizeitaktivitäten. Zudem hat das Fahrrad als Verkehrsmittel eine neue Bedeutung erfahren hat, denn große Teile des Weges wer-den auch vom Alltagsradverkehr genutzt.

Touristische Bedeutung hat neben dem RTRW auch der Möhnetal-Radweg, der 2013 eröffnet worden ist. Mit rund 70 km Länge führt dieser von der Möhnequelle bei Brilon bis zur Möhnemündung in die Ruhr bei Neheim.

Ein besonderer Baustein in der Arnsberger Radtourismusförderung ist der Einsatz der Ruhrtal-Ranger. Aktiviert durch die Beschäftigungsinitiative Neue Arbeit Arnsberg (NAA) und unterstützt durch den Verkehrsverein Arnsberg fahren die Ranger in der Radsaison regelmäßig den RTRW ab, helfen ratsuchenden Touristen, beseitigen u.a. Scherben und informieren die Stadtverwaltung über den Wegezustand. Die Ruhrtal-Ranger wurden 2011 für den Deutschen Fahrradpreis "best for bike" Deutschen Fahrradpreis "best for bike" nominiert. Sie erreichten den vierten Platz und erhielten Lob für die wichtige gemeinnützige und fahrradfreundliche Arbeit.

Zurück zur vorherigen Seite.

Webauftritt www.arnsberg.de/fahrradfreundlich.