Toter Winkel

Kaum zu glauben aber wahr: Fahrer von Lastkraftwagen oder Bussen haben trotz großer Außen- und Zusatzspiegel beim Abbiegen nur eine sehr begrenzte Sicht auf die Bereiche links, rechts und vor ihren Fahrzeugen.

Vor allem Fahrradfahrer - in selten Fällen auch Fußgänger - sind von Unfällen in diesem "Toten Winkel" betroffen, denn sie werden schlicht und ergreifen glatt übersehen! Zwischen 1999 und 2009 verunglückten in Krefeld auf diese Weise 67 Menschen, wobei fünf starben, 15 schwerverletzt und 45 leichtverletzt wurden. Bei den tödlichen Unfällen wurden jeweils Radfahrer von Lastwagenfahrern übersehen und erfasst.

Um das Unfallrisiko auf ein Minimum zu reduzieren, hat die Stadt Krefeld Rahmen der Aktion "Krefelder Fairkehr" (Arbeitskreis Verkehrssicherheit für Krefeld Kinder) im Frühling 2003 zehn sogenannte TRIXI®-Spiegel an den Unfall-Kreuzungen angebracht. Seit Bestehen dieser Parabolspiegel, die sogar gegen Beschlagen oder Frost gefeit sind, ist es an diesen Kreuzungen zu keinem Unfall im Toten Winkel mehr gekommen.

Die Stadt Krefeld führte diese Aktion im Rahmen der Initiative "Krefelder Fairkehr" als Pilotprojekt für die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in NRW (AGFS) durch.

Die Verkehrssicherheitsberater der Polizei führen außerdem seit Vorhandensein der Spiegel regelmäßige Aufklärungskampagnen an den Schulen der Stadt durch. Dabei werden Schüler in Theorie und Praxis mit der Problematik der "Toten Winkels" konfrontiert. Krefelder Speditionen stellen darüber hinaus Trucks und Fahrer unentgeltlich zur Verfügung, um den Kindern auf den jeweiligen Schulhöfen die Möglichkeit zu bieten, sich im Führerhaus der Trucks selbst über die Dimensionen des "Toten Winkels" ein Bild zu machen.

Der Blick in den TRIXI-Spiegel erweitert das vordere und seitliche Sichtfeld des LKW-Faheres um ein Vielfaches.