Aus der AGFS

Nahmobilität aus Sicht von Senior:innen

AGFS NRW zu Gast beim Seniorenbeirat

Welche besonderen Bedürfnisse haben ältere Menschen, wenn es um Mobilität geht? Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS NRW) war am 25.07.2022 bei der Veranstaltung „Zukunft der Mobilität im Alter“ in Königswinter zu Gast um über die Anforderungen an die Mobilität aus Sicht der älteren Generationzu diskutieren. Eingeladen hatten der Seniorenbeirat Soest gemeinsam mit dem Johannes-Albers-Bildungsforum.

Guido Ensemeier und David Huber (beide AGFS NRW) haben für die Teilnehmenden der Veranstaltung über die zukünftige Bedeutung der Nahmobilität referiert, stellten die Unterstützungsmöglichkeiten der AGFS NRW zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in den Kommunen vor. Einen weiteren Beitrag gab es zur Verkehrssicherheitskampagne „Liebe braucht Abstand“, die für einen respektvollen Umgang aller Verkehrsteilnehmenden miteinander sensibilisieren soll. In anschließenden Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden anhand verschiedener verkehrlicher Konflikte zwischen unterschiedlichen Verkehrsmitteln Ansätze zur Förderung der Nahmobilität insbesondere für Senior:innen.

Nach einem intensiven und interessanten Meinungsaustausch gaben die Teilnehmenden den Vertretern der AGFS NRW die für sie wichtigen Punkte mit auf den Weg. So spielen vor allem die Bedeutung der frühkindlichen Bildung in Form einer Mobilitätserziehung, der vermehrte Einsatz von Fahrradstraßen, eine durchgängige und einheitliche Markierung von Radwegen sowie die Befriedigung von Mobilitätsbedürfnissen im ländlichen Raum eine zentrale Rolle. Außerdem sei die Kommunikation zu den Regelungen aus der StVO verbesserungswürdig. Vor allem Neuerungen seien viel zu Wenigen bekannt, wie zum Beispiel der Mindestabstand zum Überholen von Radfahrenden.

Nach vier lehr- und diskussionsreichen Stunden blickten die Teilnehmenden auf einen interessanten und zum Nachdenken anregenden Nachmittag zurück, bei dem viele für den gegenseitigen Respekt der Verkehrsteilnehmenden im Straßenverkehr sensibilisiert wurden. Aber auch die Einflussmöglichkeiten als Seniorenbeirat für mehr Verkehrssicherheit einzustehen, möchten die Senior:innen in Zukunft stärker nutzen.