Aus der AGFS

Ankündigung: Sommerradtour der Stiftungsprofessuren

Sieben Hochschulen wählte das Bundeministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Anfang des Jahres für die Förderung einer Stiftungsprofessur „Radverkehr“ aus. Darunter auch die Bergische Universität Wuppertal. Die Zeit, bis das Verfahren zur Besetzung der Professur abgeschlossen ist, nutzen die Verantwortlichen der Hochschulen für zahlreiche Aktionen. Unter dem Motto „Radverkehr erfahren“ starteten sie am 6. August eine gemeinsame Sommerradtour, die über sieben Etappen von Karlsruhe nach Berlin führt. Etappe Nummer vier gehört der Bergischen Uni: Am Freitag, 21. August, übernehmen die Mitarbeiter*innen des Fachzentrums Verkehr den symbolischen Staffelstab. Vom Kölner Kennedyufer aus starten sie ihr vielfältiges und kilometerreiches Programm.

Verantwortlich für die Planung der Wuppertaler Etappe ist das Fachzentrum Verkehr der Bergischen Universität Wuppertal, das mit seinen derzeit sieben Lehr- und Forschungsgebieten und drei Honorarprofessuren in der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen angesiedelt ist. Neuestes Mitglied wird dort ab Herbst ein*e Radprofessor*in sein. „Die Sommerradtour bietet eine tolle Gelegenheit, um einerseits auf die Professur und den in diesem Rahmen geplanten Masterstudiengang aufmerksam zu machen. Andererseits ist sie für uns Wissenschaftler*innen auch ein geeigneter Anlass, um entlang der Strecken mit Bürger*innen sowie Akteur*innen aus Planung und Politik oder Verbandsvertreter*innen ins Gespräch über aktuelle Fortschritte und Herausforderungen rund um den Radverkehr zu kommen“, so Fakultätsdekan Prof. Dr. Felix Huber. Erkenntnisse also, direkt von der Straße, die sich in die weitere Ausgestaltung der Professur einbinden lassen.

Programm beginnt in Köln

Die Übernahme des Staffelstabs ist am Morgen des 21. Augusts gegen 10 Uhr am Kennedyufer in Köln geplant. Von dort aus fährt die Delegation weiter nach Leverkusen, wo ein Treffen mit Verantwortlichen des Projekts „Stadtradeln“ geplant ist. Dabei geht es darum, Menschen fürs Radfahren zu motivieren, sodass sie – mit Blick auf den Klimaschutz – möglichst viele Alltagswege mit dem Fahrrad zurücklegen. Gegen 12 Uhr geht es an der Bahnhofsbrücke in Opladen um die Vorstellung der Bahnstadt und eines dort geplanten Fahrradhauses. Über die Balkantrasse führt der Weg weiter nach Wuppertal. Bei einem Zwischenstopp am Bahnhof Pattscheid, der gegen 13 Uhr geplant ist, wird der Förderverein Balkantrasse Leverkusen e.V. über seine Erfahrungen berichten.

Am Samstag, 22. August, plant Kristine Brosch, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachzentrum Verkehr, einen Tagestrip in die Niederlande, der sich vor allem an die Wuppertaler Studierenden richtet: „Mit dem Zug fahren wir nach Zevenaar und radeln anschließend die Strecke Arnheim, Nijmegen, Kleve. Hier können die Studierenden einen der modernsten sowie einen der ältesten Radschnellwege der Niederlande an einem Tag befahren. Aus verkehrsplanerischer Sicht lassen sich hier wertvolle Eindrücke sammeln.“

Wuppertal als Universitätsstandort im Fokus

Wie es direkt vor der eigenen Haustür um den Radverkehr bestellt ist, darum geht es am 26. August. Dann will eine kleine Gruppe von Mitarbeitern*innen und Studierenden die Nordbahntrasse befahren und Verantwortliche der Stadt sowie engagierte Bürger*innen zum Austausch treffen. Start ist um 9.30 Uhr am Mirker Bahnhof. Danach wird weitergeradelt u.a. über die Niederbergbahn Richtung Baldeneysee. Ziel ist der Radschnellweg 1 von Essen nach Mülheim. In diesem Rahmen wird auch die Radmitnahme im neuen Rhein-Ruhr-Express (RRX) für den Zugtransfer nach Düsseldorf genutzt, wo auf der Rheinpromenade gegen 16.30 Uhr ein Gespräch mit einer Vertretung des Landesverkehrsministeriums über das neue Mobilitätsgesetz vorgesehen ist.

Den Abschluss der Etappe soll eine Wochenendtour bilden: Von Freitag, 28. August, bis zum darauffolgenden Montag geht es über Zwischenstopps wie Dortmund, Unna, Paderborn und Warburg nach Kassel, wo der Staffelstab schließlich an die nächste Hochschule, die Uni Kassel, weitergereicht wird.

Über die Tour

Die Radtour wird als Staffelfahrt von einer Hochschule mit BMVI-Stiftungsprofessur zur nächsten durchgeführt. Am jeweiligen Etappenziel wird symbolisch der Radtour-Staffelstab weitergereicht. Der Zeitraum von der Annahme des Staffelstabs bis zur Übergabe an die nächste Hochschule stellt die „Etappe“ der Hochschule dar, die im Besitz des Stabs ist. So ergeben sich insgesamt sieben Etappen. Start war am 6. August an der Hochschule Karlsruhe. Ziel der Staffel ist das BMVI in Berlin, welches in Kalenderwoche 40 erreicht wird. An der letzten Etappe – von der Technischen Hochschule in Wildau zum BMVI in Berlin – wollen sich Vertreter*innen aller Hochschulen beteiligen.

Informationen während derTour gibt es auf der Seite https://zukunft-radverkehr.bmvi.de und im Instagramm-Account https://www.instagram.com/radverkehr_erfahren. Wer mag, kann noch eine Umfrage beantworten: https://cutt.ly/stour2020.

Kontakt:
Kristine Brosch
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachzentrum Verkehr
Telefon 0202/439-4401
E-Mail brosch2uni-wuppertalde