Aktuelles

Gütersloh ist 95. Mitglied der AGFS NRW

Minister Krischer überreicht Urkunde

Gütersloh (22.08.2022) Die Stadt Gütersloh ist das 95. Mitglied der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V. (AGFS NRW). Am Freitagnachmittag (19.08.2022) überreichte der neue Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Oliver Krischer, gemeinsam mit AGFS-Vorstand Christine Fuchs die Mitgliedsurkunde an Bürgermeister Norbert Morkes. Als Mitglied des kommunalen Netzwerks profitiert die Stadt künftig von der gegenseitigen Unterstützung der Mitglieder bei Planungsfragen sowie von umfangreichen Informations- und Schulungsangeboten. Außerdem können Mitglieder exklusive Fördermittel für die Öffentlichkeitsarbeit und Modal Split-Erhebungen beantragen.

Positives Votum der Bereisungskommission

Bereits Anfang Juni hatte die Bereisungskommission, die über die Aufnahme neuer Mitglieder entscheidet, Gütersloh zu Fuß und mit dem Fahrrad erkundet und ihr positives Votum abgegeben. Minister Krischer hob bei der Urkundenverleihung die positiven Eindrücke hervor: „Mit der Umgestaltung des zentralen Konrad-Adenauer-Platzes vom ‚Platz für Autos zum Platz für Menschen‘ und vielen weiteren Maßnahmen zeigt die Stadt Gütersloh, wie Städte fußgänger- und fahrradfreundlicher werden können. Davon profitieren die Menschen vor Ort, die Umwelt und das Klima gleichermaßen. Es freut mich, dass die Stadt nun auch Mitglied im landesweiten AGFS-Netzwerk ist, das Prädikat ist absolut verdient", so Minister Krischer. Minister Krischer betonte aber auch, dass in Gütersloh wie in anderen Städten auch trotzdem noch sehr viel zu tun sei, um für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für Radfahrerinnen und Radfahrer wirklich gute Bedingungen zu schaffen.

Hervorgehoben wurde außerdem, dass der Fußverkehr in der Stadtverwaltung bereits als eigenständiges Thema verankert ist. Damit ist Gütersloh vielen Kommunen sogar einen Schritt voraus.

Nachbesserungsbedarf bei Unfallhäufungsstellen

Es gibt jedoch auch Nachbesserungsbedarf. So forderte die Kommission, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre die Modal-Split-Erhebung aus dem Jahr 2014 aktualisiert wird. Christine Fuchs erläutert: „Gütersloh hat in vielen Bereichen bereits gezeigt, dass der Wille zum Ausbau der Nahmobilität vorhanden ist. An einigen Stellen muss die Stadt in den sieben Jahren bis zur nächsten Bereisung aber noch nachbessern. So sollten zum Beispiel Hindernisse für den Radverkehr, wie Umlaufsperren oder Pfosten abgebaut werden. Was jedoch nicht so lange warten kann, ist die Verkehrssicherheit. An einigen Unfallhäufungsstellen muss schnellstmöglich nachgebessert werden. Hier werden wir bereits in zwei Jahren nachhaken.“ Die AGFS NRW bietet ihren Mitgliedern mit zahlreichen Formaten, wie Handlungsleitfäden, Planerwerkstätten aber auch Kommunikationskampagnen tatkräftige Unterstützung bei der Rad- und Fußverkehrsförderung.

Stadt sieht Mitgliedschaft als Ansporn und Verpflichtung

Bürgermeister Norbert Morkes blickt zufrieden auf die bereits umgesetzten Maßnahmen und freut sich auf die bevorstehende Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der AGFS NRW: „Dass der Stadt Gütersloh heute die Urkunde überreicht wird, zeigt uns, dass wir mit den angestoßenen Projekten und Maßnahmen auf dem richtigen Weg zu einer fußgänger- und fahrradfreundlichen Stadt sind. Wir sind stolz und freuen uns, dass wir ab sofort ein Teil dieses Netzwerks sind. Die Mitgliedschaft sehen wir auch als Ansporn und Verpflichtung an, den eingeschlagenen Weg fortzuführen.“