AGFS-Exkursion 2018

Die AGFS-Exkursion 2018

Am 19. und 20. Juni zu Besuch in Nimwegen

Nachdem die letzte Exkursion im Jahr 2016 zu Good-Practice-Beispielen in Nordrhein-Westfalen führte, wollte die AGFS in diesem Jahr neue Impulse für die Nahmobilitätsförderung aus der Stadt Nimwegen bieten. Auch wenn sie hinsichtlich Größe und Einwohnerzahl nicht mit Kopenhagen oder Amsterdam vergleichbar ist, bei der Radverkehrsförderung steht sie auf der gleichen Ebene.
In der „Fahrradstadt 2016 der Niederlande“ und Gastgeberstadt der Velo-city-Konferenz 2017 wird dem Radverkehr auf allen Ebenen der Stadt- und Verkehrsplanung fast immer Priorität gewährt. Mit beeindruckendem Erfolg, wie wir erradelt haben.

Zwei Tage in Nimwegen …

... haben gezeigt, welch großen Stellenwert der Radverkehr in der Mobilität haben kann, wenn er entsprechend gefördert wird. In Nimwegen wird er auf allen Ebenen der Verkehrs- und Stadtplanung (mit)gedacht. Mit dem Ziel, Radfahrende störungsfrei, komfortabel und direkt zu führen. Das Ergebnis sind Radverkehrsanlagen von hoher Qualität, die – das war besonders auffällig –  fast durchgängig in Rot asphaltiert sind.
Schon ab dem Hotel konnte unsere 25-köpfige Gruppe unter Führung von Ruben Loendersloot mit den Pedelecs einfach zur ersten Tour durch Nimwegen und zum Dutch Bicycle Center losradeln. Die Infrastruktur ist selbsterklärend und leicht verständlich. Zusätzlich ist das Radverkehrsnetz in seiner Schlüssigkeit absolut beeindruckend.
Dieser Eindruck verfestigte sich am zweiten Tag weiter. Während der mehr als vierstündigen Radtour durch Nimwegen und auf dem Radschnellweg „Rijnwaalpad“ stellte sich schnell ein Freiheits- und Sicherheitsgefühl ein.
Unabhängig davon, ob wir lang auseinandergezogen auf freier Strecke unterwegs waren, als Pulk anhielten oder gemeinsam kleine und große Straßen überquerten: Alle Teilnehmenden konnten das komfortable Fahrgefühl der Pedelecs und die Impressionen der Stadt genießen.
Unterstützt wird die Infrastruktur durch Serviceangebote von gleich hoher Güte. Die bewachten Fahrradgaragen in der Stadtmitte oder am Hauptbahnhof sind rund um die Uhr geöffnet und für die Nutzer kostenlos. Auf dem Rijnwaalpad lässt sich die Farbe der Beleuchtung in einer Unterführung per App steuern. Mit einem einfachen Gamification-Element entsteht eine clevere Marketingmaßnahme: Je häufiger man durch die Unterführung radelt, desto mehr Farben können ausgewählt werden.
Ausschlaggebend für diese sehr guten Radverkehrs-Bedingungen ist nicht, wie manchmal behauptet wird, die „andere Tradition“ in den Niederlanden. Es ist  das ständige, große planerische Engagement in Kombination mit einem adäquaten Finanzmitteleinsatz.

Das Feedback der Teilnehmer hat gezeigt, dass die Exkursion erfolgreich war. Wir sind mit neuen, nachhaltigen Eindrücken einer erfolgreichen Radverkehrsförderung zurückgekehrt. Daneben war der interessante und entspannte Austausch zwischen allen Teilnehmenden ein weiteres Highlight der Exkursion. Wenn wir gemeinsam intensiv an der Förderung der Nahmobilität arbeiten, können wir auch für Nordrhein-
Westfalen viel bewegen.

Die nächste AGFS-Exkursion wird sicher ebenso interessant.

 

Impressionen