Handlungsleitfaden zur Förderung des Fußverkehrs in den Kommunen

Fußgänger sind seit Jahren die am meisten vernachlässigten Verkehrsteilnehmer. Und das, obwohl dem Fußverkehr in Städten und Gemeinden eine elementare, verkehrliche, soziale und gesundheitliche Bedeutung zukommt. Gehen ist mehr als nur Fortbewegung! Gehen sichert Teilhabe an der Gesellschaft, vernetzt und belebt die Stadt, macht Quartiere erst lebendig und wirkt sich – regelmäßig ausgeführt – nachweislich positiv auf die Gesundheit aus. Da das Gehen darüber hinaus unzweifelhaft die effizienteste und umweltschonendste Fortbewegungsart ist, kann der Fußverkehrsraum nicht länger unter den Aspekt der „Restflächenverwertung“ gesetzt werden.

Leitbild der AGFS: Stadt als Lebens- und Bewegungsraum

Vor diesem Hintergrund gewinnt das Leitbild der AGFS von der „Stadt als Lebens- und Bewegungsraum“ eine besondere Bedeutung: Fußverkehr ist neben Radverkehr unmittelbarer Ausdruck für die Urbanität und Lebendigkeit einer Stadt.

Nun sind die Kommunen gefragt: Eine Idee kann nur so gut sein, wie sie auch umgesetzt wird. Deshalb gilt es jetzt, das Leitbild der AGFS in den Kommunen zu übernehmen und dem Fußverkehr seine angemessene Förderung zukommen zu lassen. Dieser Handlungsleitfaden soll den Kommunen helfen, ihren Weg zur Förderung des Fußverkehrs individuell zu finden und umzusetzen.

Für jede Kommune geeignet – Handlungsleitfaden berücksichtigt unterschiedliche Ausgangssituationen

Den einen richtigen Weg gibt es dabei nicht! Jede Kommune hat ihre eigenen individuellen Anforderungen und Rahmenbedingungen. Während die eine Kommune bereits Projekte zur Fußverkehrsförderung umsetzt, hat die andere vielleicht noch keine konkrete Vorstellung, wie und wo sie anfangen kann. Hier setzt der Handlungsleitfaden an und holt jede Kommune bei ihrem Handlungsstatus ab. Mit einer individuellen Mischung von Maßnahmen und Ansätzen gibt er Anregungen, einen sicheren und komfortablen Fußverkehr in der eigenen Kommune auf den Weg zu bringen.

Der Leitfaden umfasst folgende Handlungsfelder:

1.       Sensibilisierung von Politik und Verwaltung

2.       Stellung des Fußverkehrs in der kommunalen Verkehrsplanung

3.       Ressourcen für den Fußverkehr

4.       Interne und externe Vorgaben

5.       Kommunikation und Beteiligung

Ein Arbeitsbuch und ein Fragebogen ergänzen den Leitfaden und vereinfachen seine Anwendung.