Radschnellwege auf dem Vormarsch

 

Das Land Nordrhein-Westfalen und die AGFS geben gemeinsam die Dokumentation zum Planungswettbewerb Radschnellwege heraus. Eine umfangreiche Vorstellung der fünf Gewinner-Projekte wird durch Fachtexte zum Thema Radschnellwege ergänzt.

Radschnellwege sind das innovative Infrastrukturelement, wenn es um die Überwindung von längeren Distanzen geht, aber auch für die kurzen innerörtlichen Verbindungen sind sie sehr gut geeignet. In der zukünftigen Mobilität erfüllen sie eine strategisch wichtige Funktion im Hinblick auf die Bündelung und Beschleunigung von massenhaften Radverkehr. Aus diesem Grund hat das Land Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit der AGFS den Planungswettbewerb Radschnellwege durchgeführt.

Verkehrsminister Michael Groschek hat auf der Preisverleihung zum Planungswettbewerb im November letzten Jahres einen "Quantensprung im Radverkehr" durch die Umsetzung von Radschnellwegen in Nordrhein-Westfalen prophezeit. Die AGFS hat nun die Dokumentation zum Planungswettbewerb Radschnellwege heraus gegeben.

In der Dokumentation werden die fünf Gewinnerprojekte ausführlich in Bild, Wort und Zahl vorgestellt. Neben zahlreichen Illustrationen wird auf Kartenblättern der vorgesehene Verlauf der Radschnellwege dargestellt. Fotorealistische Darstellungen geben einen ersten Eindruck, wie die neuen Fahrradrouten aussehen könnten.

Die fünf prämierten Projekte sind die StädteRegion Aachen mit der Strecke Aachen - Herzogenrath/Kerkrade/Heerlen (30 km), die Stadt Düsseldorf mit der Strecke Neuss - Universität Düsseldorf - D.-Benrath - D.-Garath - Langenfeld und Monheim (31 km), die Stadt Bad Oeynhausen mit der Strecke Herford, Löhne, Bad Oeynhausen, Porta Westfalica und Minden (36 km), die Stadt Köln mit der Strecke Köln Innenstadt - Universität zu Köln - Köln-Lindenthal - Gewerbegebiet Marsdorf (Köln) und Europark (Frechen) - Bahnhof Frechen (8,4 km) und die Stadt Rhede mit der Strecke Isselburg-Anholt - Isselburg - Isselburg-Werth - Bocholt - Rhede - Borken - Velen (45 km).

Mit der Dokumentation wollen das Land und die AGFS dazu beitragen, das Erfolgsmodell "Radschnellweg" weiter zu verbreiten. Radschnellwege sollen Eingang in die tägliche Praxis der Stadt- und Verkehrsplanung finden. Dieses aktuelle und innovative Element wird "frischen Wind" in die Radverkehrsförderung bringen und nicht zuletzt auch für die aufstrebende neue E-Mobilität genutzt werden.