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Deutscher Mobilitätspreis 2022 verliehen

Innovative Projekte für den Radverkehr unter den Preisträgern

Zum siebten Mal zeichnete das Bundeministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) innovative Projekte und herausragende Persönlichkeiten aus, welche die Zukunft der Mobilität neu denken und gestalten. Die Preisverleihung fand am 27. Oktober in Berlin statt.

Daniela Kluckert, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, ehrte die Gewinner und Gewinnerinnen und betonte die Bedeutung der Projekte für eine nachhaltige Mobilitätswende. „Die Herausforderungen im Verkehrssektor sind vielfältiger denn je. Dabei zeigen die rund 300 Einreichungen in diesem Jahr das Engagement, den Willen und die Motivation der Menschen, die Mobilität von morgen aktiv mitzugestalten. Wir müssen die Potenziale der Digitalisierung nutzen, um Verkehrsmittel smart und effizient miteinander zu vernetzen und gleichzeitig Mobilitätsangebote schaffen, die alle Menschen mitberücksichtigen. Die prämierten Projekte leisten hierfür wertvolle Beiträge und gestalten die Zukunft der Mobilität innovativ mit.", sagte Daniela Kluckert. Nominiert für den Deutschen Mobilitätspreis 2022 waren 16 Projekte und zwei Persönlichkeiten in neuen Kategorien.

Fahrradprojekte unter den Preisträgern

Die Preisträger:innen boten u.a. innovative Konzepte rund um den ÖPNV, aber auch der Radverkehr stand im Fokus. So ging der Deutsche Mobilitätspreis in der Kategorie „International“ in diesem Jahr an das Schweizer Projekt „VelObserver“. Das Projekt VelObserver erfasst Daten zur subjektiven Sicherheit von Fahrradfahrenden in der Stadt Zürich. Es wurden in den letzten Monaten über 40.000 Bewertungen erfasst, die ebenso Fortschritte sichtbar machen und der Stadt Zürich als Planungsgrundlage für die Weiterentwicklung des Fahrradnetzes dienen. In der Kategorie „Science Fiction“ wurde die „Veloroute H20“ ausgezeichnet. Die Veloroute H2O ist eine Konzeption für ein Fährsystem für Fahrräder, das die beiden Seiten der Kieler Innenstadt miteinander verbindet. Eine elektrische, autonome Fähre transportiert Fahrradfahrende, angetrieben von Wind- und Gezeitenturbinen, über die Kieler Förde. Der schwimmende Radweg ergänzt das Radwegenetzwerk Kiels, so dass Kielerinnen und Kieler für die Überquerung der Förde nicht mehr auf Umwege mittels ÖPNV oder Privatfahrzeug angewiesen sind.

Publikumspreis geht an Katja Diehl

Der Publikumspreis wurde an die Autorin und Podcasterin Katja Diehl vergeben. Die Hamburgerin setzt sich für eine menschenzentrierte Verkehrswende ein. Der Publikumspreis zeigt, wer oder was im Bereich Zukunft der Mobilität den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig ist und die meisten Stimmen im Online-Publikumsvoting erhalten hat.

So lief das Auswahlverfahren

Mit rund 300 Einreichungen hatten sich Einzelpersonen, Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und Vereine um die diesjährige Auszeichnung beworben. Die Preisträgerinnen und Preisträger wurden in mehreren Auswahlstufen ermittelt. Über ein Online-Publikumsvoting konnten alle Bürgerinnen und Bürger mitvoten, wer es auf die Shortlist schafft. Eine Expertenjury wählte aus der Shortlist Deutschlands innovativste Projekte und Persönlichkeiten aus.

Über den Deutschen Mobilitätspreis

Der Deutsche Mobilitätspreis (DMP) zählt zu den wichtigsten Auszeichnungen im Bereich Digitales und Mobilität in Deutschland und prämiert seit 2016 jährlich Projekte, welche die Potenziale der Digitalisierung für eine zukunftsfähige Mobilität nutzen. Für insgesamt neun Kategorien werden innovative Projekte von Bürgerinnen und Bürgern, Gründerinnen und Gründern, Entwicklerinnen und Entwicklern, Expertinnen und Experten sowie herausragende Persönlichkeiten gesucht, die die Zukunft der Mobilität neu denken und gestalten.