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Mehr Fuß- und Radverkehr: Detmold ist 91. Mitglied der AGFS NRW

(Krefeld, Detmold 19.11.2020) Detmold ist offiziell die 91. Mitgliedskommune in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS NRW). Der AGFS-Vorstand Christine Fuchs überreichte am 19.11.2020 die Aufnahmeurkunde an Bürgermeister Frank Hilker unter Berücksichtigung der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen. Anwesend waren Werner Kloppmann vom ADFC-Kreisverband Lippe und der Radverkehrsbeauftragte der Stadt, Michael Forst. Kloppmann hatte mit seiner Eingabe an den Rat der Stadt 2018 die Politik aufgefordert, durch die Mitgliedschaft in der AGFS NRW den Fuß- und Radverkehr stärker zu fördern. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst unterzeichnete die Aufnahmeurkunde bereits am 27.Oktober 2020.

Detmold ist auf dem richtigen Weg

Eine Expertenkommission hatte sich im Juni 2020 einen Eindruck von der aktuellen Situation für Fußgänger und Radfahrer vor Ort gemacht. Die Experten kamen zu einer insgesamt positiven Bewertung und lobten insbesondere einige herausragende Radverkehrsführungen, unter anderem die Diagonalquerung in Heidenoldendorf und die neu eingerichteten Fahrradstraßenachsen Palaisstraße/ Freiligrathstraße. Verbesserungspotenzial sieht die Kommission beispielsweise beim Gehwegparken in der Gartenstraße oder bei teilweise viel zu schmalen Gehwegen wie im Alten Postweg.

„Arbeitsgemeinschaft bedeutet im Wortsinn natürlich vor allem: Arbeit. Und da gibt es in Detmold noch einiges zu tun, um das Zufußgehen und Radfahren attraktiver und sicherer zu machen. Mit einigen innovativen Planungsansätzen und Maßnahmen hat Detmold aber bereits ein klares Statement gesetzt, in welche Richtung sich der Verkehr zukünftig entwickeln soll. Wir unterstützen mit unserer Expertise gerne dabei“, äußerte sich Fuchs zur Aufnahme der Stadt.

Weitere Pläne bereits vorhanden

Pläne für eine bessere Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur hat die Stadt bereits erarbeitet. So sollen die Hauptrouten des Radverkehrs ausgebaut werden und ein Fahrradstraßennetz entstehen. Für Fußgänger sollen zukünftig mehr Bewegungs- und Aufenthaltsräume eingerichtet werden – Lebensraum statt Parkraum. Als Teil der AGFS kann die Stadt Detmold künftig exklusive Mittel für die Förderung der Nahmobilität beantragen und profitiert von einem etablierten Netzwerk für den fachlichen Austausch sowie die gegenseitige Unterstützung bei Problemen und Planungsfragen. Darüber hinaus entwickelt die AGFS NRW regelmäßig Broschüren, Leitfäden und Kampagnen, die auf aktuelle Bedürfnisse ihrer Mitglieder abgestimmt sind. Sämtliche Materialien stehen den Mitgliedern kostenlos zur Verfügung.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den anderen AGFS-Mitgliedern. Vom fachlichen Austausch erhoffen wir uns kreative Lösungsansätze und praktische Anregungen um den Rad- und Fußverkehrsanteil zu steigern und damit auch die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Detmold zu verbessern“, so Bürgermeister Hilker.

In sieben Jahren kommt die Expertenkommission wieder nach Detmold, um die Mitgliedschaft in der AGFS turnusmäßig zu überprüfen. Bis dahin sollten Ergebnisse der Arbeit erkennbar sein, damit die Auszeichnung „fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt“ weiterhin bestehen bleiben kann.

Die AGFS ist eines der größten kommunalen Netzwerke und versteht sich als Vorreiter moderner Mobilitätspolitik. Aktuell arbeiten 92 Kommunen in NRW an den Zielen des Vereins. In diesem Jahr soll die Zielmarke von 100 Mitgliedern erreicht werden.