Presse-Detail

21.02.2018 (Krefeld/Essen) Sind markierte Radverkehrsanlagen wirklich sicher? Halten Fahrradstraßen, was sie versprechen? Inwieweit beeinträchtigen parkende Autos die Sicht und wie muss eine zeitgemäße Straßenverkehrsordnung aussehen? Auf ihrem diesjährigen Kongress gibt die AGFS NRW (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V.) Antworten auf diese und weitere brennende Fragen zum Thema Sicherheit in der Nahmobilität. Mehr als 600 Teilnehmer aus kommunaler Verkehrsplanung, Verwaltung und Politik haben sich zu „Platz da! Der AGFS-Kongress zur Verkehrssicherheit“ am 21. Februar 2019 in der Messe Essen angemeldet.

Kommunen spielen tragende Rolle bei der Verkehrssicherheit

Wenn es um Verkehrssicherheitsarbeit geht, ist menschliches Verhalten der zentrale Ansatzpunkt. Dennoch kann eine sichere Verkehrsinfrastruktur, die menschliches Fehlverhalten toleriert, erheblich zu einer Reduzierung von Unfällen beitragen. Eine tragende Rolle spielt dabei die kommunale Verkehrsplanung. Auf dem Kongress wird dargestellt, wie eine Infrastruktur aussehen muss, die sich primär an den Sicherheitsansprüchen des Fuß- und Radverkehrs orientiert. Des Weiteren werden die aktuell geltenden Rahmenbedingungen beleuchtet und notwendige Anpassungen für mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer diskutiert.

Verkehrssicherheit – ein drängendes Thema

2017 hat die Polizei in Deutschland täglich 829 Verkehrsunfälle mit Verletzen erfasst, mehr als zwei Drittel davon innerhalb geschlossener Ortschaften. In 95% der Fälle hat menschliches Fehlverhalten Anteil an der Entstehung von Unfällen. Vom Kontrollverlust über das Fahrzeug bis zur bewussten Missachtung der Regeln, überhöhte Geschwindigkeit oder zu geringer Abstand – die Ursachen sind vielfältig. Gleichzeitig fahren und parken immer mehr und größere Autos auf unseren ohnehin überfüllten Straßen. Revierverhalten und gesteigerte Aggression im Straßenraum sind die Folgen. Kinder werden hinter den immer größer werdenden parkenden Pkw quasi unsichtbar und Falschparker zwingen andere Verkehrsteilnehmer zu riskanten Ausweichmanövern.

AGFS steht Kommunen beratend zur Seite

Die AGFS NRW unterstützt ihre Mitgliedskommunen in allen Fachfragen, wenn es um Infrastruktur und Verkehrssicherheit geht. Darüber hinaus hat sie mit „Liebe braucht Abstand“ 2018 erfolgreich eine Verkehrssicherheitskampagne in sechs Pilotkommunen durchgeführt. Im Vordergrund stand hier das Thema Abstand. Aufgrund der positiven Resonanz ist eine Fortsetzung der Kampagne in 12 weiteren Kommunen bereits geplant.

Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V.

Die AGFS steht seit 1993 für das Leitbild „Die Stadt als Lebens- und Bewegungsraum“. Die 87 Mitglieder des kommunalen Vereins verstehen sich als Vorreiter für eine gesunde und ökologisch sinnvolle Mobilität. Gemeinsames Ziel ist es, zukunftsfähige, belebte und wohnliche Städte zu gestalten, in denen Lebens- und Bewegungsqualität im Vordergrund stehen.

Fotos der Veranstaltung finden Sie in Kürze in unserer Mediathek.

PDF / AGF_Flyer_Programm_Kongress2019_RZ.pdf / 606 KB
PDF / Hintergrundinformationen_Verkehrssicherheit.pdf / 384 KB