Exkursion nach Arnhem
Erfolgreiche Exkursion mit guten Beispielen aus der niederländischen Radverkehrsplanung

Einblicke in erfolgreiche Radverkehrsplanung
Bei der Exkursion am 18. September 2025 nach Arnhem tauschten sich 14 kommunale Planer:innen aus AGFS-Mitgliedskommunen, zwei AGFS-Referenten sowie Experten der Dutch Cycling Embassy über erfolgreiche Maßnahmen der Radverkehrsförderung und ihre Erfahrungen aus der Praxis aus.
Komfort und Attraktivität haben Vorrang
Nach einem fachlichen Einstieg zu Infrastruktur, Nutzerverhalten und Kommunikation standen Themen wie Knotenpunkte, Mischverkehr, Übergänge und der Planungsprozess im Fokus. Zwei Fachvorträge von niederländischen Fachleuten zeigten, dass Komfort, Attraktivität und politische Einbindung entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung sind – und dass auch in den Niederlanden der Radverkehr aktiv gefördert werden muss.
Praxiserfahrung vor Ort
Anschließend ging es in zwei Gruppen mit dem Fahrrad auf den Radschnellweg zwischen Arnhem und Nijmegen. Vor Ort wurden konkrete Lösungen diskutiert – von Kreisverkehren und Fahrradbrücken bis hin zur Rolle des Einzelhandels. Ein lokaler Obsthof auf der Route zeigte die wirtschaftlichen Chancen durch eine bessere Radinfrastruktur: Seit der Eröffnung des Radschnellwegs wächst das Geschäft. Weitere besichtigte Infrastrukturlösungen waren das Leuchtturmprojekt, wie die neue Fahrradbrücke über die Waal, sowie Fahrradstraßen und -übergänge.
Die Exkursion zeigte: Durch vorausschauende Planung, die alle Akteure einbezieht, und gezielte Kommunikation lassen sich attraktive Alternativen zum Auto schaffen und nachhaltige Verhaltensänderungen bewirken.
Die Exkursion endete mit einem intensiven Erfahrungsaustausch und zahlreichen Impulsen für die eigene Planungspraxis.
Vielen Dank an die Experten der Dutch Cycling Embassy und alle Teilnehmenden!