AGFS-Kongress 2026

Große Visionen brauchen konkrete erste Schritte

Düsseldorf/ Krefeld (20.05.2026) Wie gelingt der Mobilitätswandel zwischen großen Erwartungen und kommunaler Realität? Mit dieser Frage beschäftigte sich der AGFS-Kongress 2026 im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Unter dem Titel

„Vision trifft Praxis. Schritt für Schritt zum Lebens- und Bewegungsraum für Alle“

diskutierten Vertreter:innen aus Kommunen, Wissenschaft, Politik und Fachpraxis darüber, wie Städte und Gemeinden den Mobilitätswandel konkret gestalten können – pragmatisch, wirksam und mit Blick auf Akzeptanz und Alltagstauglichkeit. Im Mittelpunkt des Kongresses stand eine zentrale Botschaft:

Große Visionen und konkrete Umsetzung gehören zusammen.

Der Kongress machte deutlich: Große Visionen sind notwendig, um Orientierung für den Mobilitätswandel zu schaffen. Gleichzeitig braucht es konkrete und pragmatische Schritte, die diese Vision vor Ort sichtbar und umsetzbar machen.

Prof. Dr. Stephan Rammler sprach über die Bedeutung resilienter Mobilität und die Rolle von Visionen als Orientierung in Zeiten gesellschaftlicher Transformation. Dabei machte er deutlich:

„Das Fahrrad ist das Verkehrsmittel des 21. Jahrhunderts.“

Frank Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Krefeld und Vorsitzender des AGFS-Präsidiums, betonte:

„Wir müssen die Zugänge in unsere Städte so umbauen, dass es attraktiver wird, mit dem Fahrrad, zu Fuß und per ÖPNV zum Einkaufen oder in die Gastronomie zu kommen.“

Prof. Dr. Sophia Becker zeigte auf, wie Mobilitätswandel unter realen Bedingungen gelingen kann – und warum gesellschaftliche Akzeptanz entscheidend dafür ist, dass aus Strategien tatsächliche Veränderung wird.

„Jeder neue Kilometer Radweg zählt und ist ein Erfolg.“

Christine Fuchs, Geschäftsführende Vorständin der AGFS NRW, betonte:

„Die Mobilitätswende wird durch konkrete Schritte Realität. Mit der Initiative ‚einfach x einfach‘ zeigen wir Kommunen, wie sie sofort ins Handeln kommen können: pragmatisch, übertragbar und wirksam.“

Praxisbeispiele aus Kommunen zeigten, wie konkrete Maßnahmen bereits heute Wirkung entfalten können – von sichtbaren Veränderungen im Straßenraum bis hin zu pragmatischen Sofortmaßnahmen, die Kommunen direkt umsetzen können. Die AGFS-Umsetzungsinitiative „einfach x einfach“ bündelt dafür praxisnahe und übertragbare Lösungsansätze. Mit ihrer Vision der Kommune als Lebens- und Bewegungsraum unterstützt die AGFS NRW ihre Mitgliedskommunen dabei, den Mobilitätswandel Schritt für Schritt in die Praxis zu übersetzen.

Im Anschluss an den Kongress wurde der Deutsche Fahrradpreis 2026 verliehen.

Hier finden Sie Fotos zum AGFS-Kongress 2026.