„einfach x einfach”: AGFS NRW im Austausch mit den Kreisen
Mit der AGFS-Umsetzungsinitiative den Fuß- und Radverkehr in den Kreisen stärken

Am 2. März 2026 stellte die AGFS NRW dem Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landkreistags NRW in einer Online-Veranstaltung ihre Umsetzungsinitiative „einfach x einfach” vor. Die geschäftsführende Vorständin Christine Fuchs und Dr. Marco Kuhn, Erster Beigeordneter im Landkreistag NRW, begrüßten die Teilnehmenden am Bildschirm. Die 20 Vertreter:innen aus den Kreisen tauschten sich während der Veranstaltung über ihre Erfahrungen aus und diskutierten intensiv, wie sie von diesem Ansatz profitieren können.
Fuß- und Radverkehr stärken
Die Förderung des Fuß- und Radverkehrs zählt für viele Kommunen und Kreise nach wie vor zu den zentralen Aufgaben. Doch aufwändige Planungsverfahren, begrenzte Haushaltsmittel und stark ausgelastete Fachverwaltungen bremsen die Umsetzung häufig aus. Dabei können schon kleine Maßnahmen große Effekte erzielen – dieses Motto steht im Mittelpunkt der Umsetzungsinitiative „einfach x einfach” der AGFS NRW.
Umsetzungsinitiative „einfach x einfach”
Anstatt auf die perfekte Lösung zu warten, setzt „einfach x einfach” auf pragmatische Maßnahmen und Übergangslösungen, die direkt Wirkung entfalten und das Vertrauen in die kommunale Mobilitätspolitik stärken. Die Umsetzungsinitiative zielt darauf ab, Netzlücken im Rad- und Fußverkehr durch schnelle, erprobte und StVO-konforme Maßnahmen zu schließen. Ein wichtiges Werkzeug dabei ist der „Leitfaden Sofortmaßnahmen“: Er bündelt sofort umsetzbare Maßnahmen auf Basis kommunaler Erfahrungen, wurde mit der obersten Straßenverkehrsbehörde abgestimmt und wird fortlaufend weiterentwickelt. AGFS-Referent Arne Blase zeigte anhand konkreter Beispiele auf, wie schnell sichtbare Veränderungen möglich sind.
Herausforderungen und Lösungsansätze
Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierten die Teilnehmenden über die Herausforderungen im Radwegebau. Dabei wurden die Themen Flächenversiegelung, Naturschutzauflagen, Fachkräftemangel, Grundstücksverfügbarkeit und Finanzierungsprobleme ebenso angesprochen wie die Nutzung von Wirtschaftswegen. Zur Frage der Verkehrssicherheit bei Piktogrammketten wurde deutlich, dass belastbare wissenschaftliche Daten noch ausstehen – laufende und geplante Forschungsprojekte sollen hier künftig Klarheit schaffen. Die Kreise nutzten die Gelegenheit, um Erfahrungen auszutauschen, und gaben der AGFS NRW wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung der Umsetzungsinitiative.
Zum Abschluss betonten die Referenten die Bereitschaft der Arbeitsgemeinschaft, als Multiplikator und Ansprechpartner für die Kreise zur Verfügung zu stehen und offene Themen in künftigen Veranstaltungen wieder aufzugreifen.
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