Land investiert 2026 Rekordsumme in Ausbau und Sicherheit des Radverkehrs

Mehr als 172 Millionen Euro fließen in kommunale Infrastruktur, Landesradwege und Bürgerradwege

Fahrradfahren in Nordrhein-Westfalen wird immer attraktiver: Das Land treibt mit Rekord-Investitionen den Ausbau der Radwege voran. 2026 stellt die Landesregierung gemeinsam mit dem Bund mehr als 172 Millionen Euro für den Ausbau moderner und sicherer Radinfrastruktur bereit. „Das ist das bislang größte Finanzierungspaket zur Förderung des Radverkehrs in der Geschichte des Landes“, erklärt Verkehrsminister Oliver Krischer. Ein wichtiger Baustein dieser Förderung ist das Nahmobilitätsprogramm, das nun dem Landtag vorgelegt wird. Es enthält Projekte wie eine Veloroute in Dortmund (gefördert mit 2,4 Millionen Euro), die Radvorrangroute Gruga-Trasse in Essen (3,2 Millionen Euro) und die Emscherpromenade in Gelsenkirchen (1,7 Millionen Euro). 

Förderung steigt

In den vergangenen zehn Jahren hat das Land die Investitionen und Maßnahmen für den Radverkehr konsequent ausgebaut. Lag die Förderung der Radwegeinfrastruktur aus den Förderrichtlinien Nahmobilität und dem dazu nutzbaren Bundesprogramm für die Kommunen 2017 noch bei 12,3 Millionen Euro, erfuhr sie mit der Corona-Pandemie einen steilen Aufstieg. Im Jahr 2021 lag die Förderung aus diesem Programm für die Kommunen bei 75,3 Millionen Euro. In diesem Jahr werden den Kommunen 98,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Mittel unterstützen vor allem den Neu- und Ausbau von Radwegen, den Bau von Fahrradabstellanlagen und tragen zu mehr Verkehrssicherheit an Knotenpunkten bei. Kommunen können damit gezielt den Alltagsradverkehr stärken.

Kommunen als Schlüsselakteure

Verkehrsminister Oliver Krischer würdigte die Kommunen als wichtige Partner im Infrastrukturausbau, weil dort die meisten Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt würden. Für Radwege in der Zuständigkeit des Landes stellte er für 2026 weitere 52 Millionen Euro in Aussicht. Das Land nutzt dafür auch Mittel aus dem Infrastruktur-Sondervermögen. Gefördert werden Radwege an Bundes- und Landesstraßen sowie Vorhaben, die den Radverkehr unabhängig vom motorisierten Verkehr stärken. 4,5 Millionen Euro sind für Bürgerradwege vorgesehen. Sie schaffen insbesondere in ländlichen Regionen neue Verbindungen.

1.000 Kilometer neue Radwege

Die Landesregierung hat sich in dieser Legislaturperiode 1.000 Kilometer neue Radwege als Ziel gesetzt. Zum 31. Dezember 2025 waren bereits 661 Kilometer fertiggestellt. Viele weitere befinden sich in Planung und Bau. Darüber hinaus unterstützt das Land den Ausbau landwirtschaftlicher Wege. Sie werden damit für den Radverkehr insbesondere im ländlichen Raum attraktiv. So konnten 180 Kilometer seit 2022 für das landesweite Radverkehrsnetz zusätzlich aktiviert werden.

Auch bei den Radschnellverbindungen treibt das Land die Umsetzung voran. Im Jahr 2022 hat das Verkehrsministerium alle Beteiligten an einen Tisch geholt, um gemeinsam die Planungen zu analysieren, Prozesse zu optimieren und neuen Schwung zu nehmen. Bei allen beteiligten Stellen wurden die Planungsressourcen aktiviert. Das trägt Früchte: die Bündelung von Umwelt- und Verkehrsressorts lässt anspruchsvolle Genehmigungsfragen pragmatisch klären. Blaupausen für häufige Planungs- und Bauprobleme in verschiedenen Regionen bieten Hilfestellungen in der Lösungsfindung. Verfahren werden damit vereinfacht und Projekte schneller umsetzbar.

Zusammensetzung der Summe

ProgrammAufwendung
Radwege an Bundesstraßen  9.160.000 €
Radwegeprogramm des Landes (Radwege entlang von Landesstraßen, Bürgerradwege, Radwege auf stillgelegten Bahntrassen, etc.)38.552.600 €
Maßnahmen aus Mitteln des InfrastrukturSondervermögens  4.390.000 €
Förderprogramm Nahmobilität (FöRi-Nah)98.203.400 €
Förderung der kommunalen Straßeninfrastruktur (FöRi-kom-Stra)22.394.079 €
Summe172.700.079 €

 

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