Vierte Hauptverwaltungsbeamtenkonferenz

Mobilitätswende ist Führungsaufgabe

Köln/Krefeld/Düsseldorf (03.07.2026) Selten kommen so viele Verwaltungsspitzen aus ganz Nordrhein-Westfalen gezielt zusammen, um an einer zentralen lokalen Zukunftsfrage zu arbeiten. Die vierte Hauptverwaltungsbeamtenkonferenz (HVBK) am gestrigen Donnerstag, 02. Juli 2026 in Düsseldorf hat damit ein starkes Signal gesetzt: Die Mobilitätswende ist gemeinsame Führungsaufgabe.

Erstmals richtete das Zukunftsnetz Mobilität NRW die Konferenz gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW e. V. (AGFS NRW) aus. Als regional verankerte Netzwerke machen sie mit ihrer Arbeit deutlich: Die entscheidenden Weichen für die Mobilität von morgen werden in den Rathäusern und Kreishäusern gestellt. Dort wird priorisiert, gesteuert und umgesetzt. 180 Verwaltungsspitzen waren der Einladung gefolgt.

Mobilitätswende braucht Führung

Gleichzeitig stehen die kommunalen Spitzen vor der Herausforderung, komplexe Transformationsprozesse unter hohem Erwartungsdruck zu gestalten. Landesverkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Oliver Krischer, betonte in seiner Begrüßung: „Die Mobilitätswende entscheidet sich vor Ort und sie braucht diesen Austausch, um aus Zielen konkrete Entscheidungen zu machen. Das Land unterstützt die Kommunen dabei, unter anderem mit starken Netzwerken wie dem Zukunftsnetz Mobilität NRW und der AGFS NRW.“

Das Land NRW unterstützt die Arbeit der beiden Netzwerke AGFS NRW und Zukunftsnetz Mobilität NRW in ihrer kommunalen Beratungsarbeit.

Zwei starke Netzwerke bündeln Kräfte

„Die Mobilitätswende gelingt nur gemeinsam. Mit dem Zukunftsnetz Mobilität NRW und der AGFS NRW stehen den Kommunen zwei starke Partner zur Seite, die sie praxisnah begleiten – von der strategischen Ausrichtung bis zur Umsetzung vor Ort“, sagte Christoph Overs, Leiter des Zukunftsnetz Mobilität NRW. Bereits seit 2015 unterstützt das Netzwerk seine Mitglieder dabei, nachhaltige Mobilitätskonzepte zu entwickeln und umzusetzen.

„Der Austausch über erfolgreiche Strategien und konkrete Erfahrungen ist ein wichtiger Schlüssel für die Mobilitätswende in den Kommunen. Mit der Hauptverwaltungsbeamtenkonferenz schaffen unsere Netzwerke dafür den passenden Rahmen und bringen die relevanten Akteurinnen und Akteure zusammen“, sagte Christine Fuchs, geschäftsführende Vorständin der AGFS NRW.

Seit der ersten Konferenz im Jahr 2015 hat sich die HVBK als wichtiger Treffpunkt für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger etabliert.

Ziel ist es, den Austausch der Verwaltungsspitzen zu fördern und Impulse für die Umsetzung einer zukunftsfähigen Mobilität in Städten, Gemeinden und Kreisen zu setzen. Auch in diesem Jahr stand die Frage im Mittelpunkt, wie die Mobilitätswende auf kommunaler Ebene erfolgreich gestaltet werden kann – und wie Land und Netzwerke die Kommunen dabei konkret unterstützen. Die diesjährige Ausgabe machte deutlich: Wenn die kommunale Führungsebene zusammenkommt, entsteht die Grundlage für gemeinsames Handeln.

Impulse für Transformation – konkret und anschlussfähig

Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Konferenz war die Keynote von Antje von Dewitz, Geschäftsführerin des Outdoor-Unternehmens „VAUDE“. Unter dem Titel „Transformation gestalten“ gab sie Einblicke in die Erfahrungen eines erfolgreichen nachhaltigen Unternehmens und zeigte auf, wie Veränderungsprozesse konkret gelingen können.

Breites Bündnis für die Mobilität von morgen

Zahlreiche zentrale Akteurinnen und Akteure ergänzten das Programm mit ihrer Expertise: Frank Meyer (Oberbürgermeister der Stadt Krefeld und Vorsitzender des Präsidiums der AGFS NRW), begrüßte die Teilnehmenden gemeinsam mit Oliver Wittke (Vorstandssprecher des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr). Dr. Norbert Reinkober (Geschäftsführer go.Rheinland GmbH), Karola Maria Voß (Bürgermeisterin der Stadt Ahaus und Präsidiumsmitglied der AGFS NRW) sowie Felix Heinrichs (Oberbürgermeister von Mönchengladbach) wirkten an der Podiumsdiskussion mit.

Christine Fuchs, geschäftsführende Vorständin der AGFS NRW, brachte ihre Erfahrung und relevante Perspektiven ein. Frauke Burgdorff, Stadtbaurätin der Stadt Aachen, zeigte konkrete Beispiele aus der Praxis und wie die Mobilitätswende lokal umgesetzt werden kann. Dr. Christian Schulze Pellengahr (Landrat des Kreises Coesfeld und ebenfalls Präsidiumsmitglied der AGFS NRW) hielt mit Christiane Auffermann (Geschäftsführerin des Nahverkehr Westfalen-Lippe) ein Schlusswort.

Mobilität als Führungsaufgabe

Die Konferenz knüpft inhaltlich an die bisherigen Veranstaltungen an, in denen bereits deutlich wurde: Eine erfolgreiche Mobilitätswende ist Chefsache. Sie erfordert klare politische Zielsetzungen, eine handlungsfähige Verwaltung und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Mit der vierten HVBK wurde diese Botschaft weitergetragen – nun erstmals gebündelt durch die Kooperation zweier landesweiter Netzwerke. Gemeinsam setzten das Zukunftsnetz Mobilität NRW und die AGFS NRW ein starkes Signal: Die Mobilitätswende ist eine gemeinsame Aufgabe Das Zukunftsnetz Mobilität NRW und die AGFS NRW leisten dazu einen entscheidenden Beitrag, indem sie Kommunen vernetzen, unterstützen und befähigen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Zukunftsnetz Mobilität NRW unter www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de und bei der AGFS NRW unter www.agfs-nrw.de.