Unser Präsidium

Nach der Kommunalwahl wurde das Präsidium der AGFS NRW turnusgemäß bei der Mitgliederversammlung im Dezember 2025 neu gewählt. Der Vorsitzende des Präsidiums, Frank Meyer, und das Präsidiumsmitglied Dr. Christian Schulze Pellengahr stellten sich erneut zur Wahl und wurden von den Mitgliedern in ihren Ämtern bestätigt.
Das bisherige Präsidiumsmitglied Dr. Alexander Berger schied aus dem Gremium aus, da er nicht erneut für das Amt des Bürgermeisters in Ahlen angetreten war. Für den freiwerdenden Platz rückte Karola Maria Voß, Bürgermeisterin der Stadt Ahaus, als neu gewähltes Mitglied in das Präsidium nach.
Mit Inkrafttreten der neuen Satzung wird das Präsidium um zwei weitere Mitglieder erweitert. Bei der Mitgliederversammlung im Dezember wurden Michael Stickeln, Landrat im Kreis Höxter, und Martina Förster-Teutenberg, Bürgermeisterin der Stadt Lünen, neu in das Präsidium gewählt. Damit wird das Gremium breiter aufgestellt, um die stark gewachsene Zahl an Mitgliedern und deren vielfältige Bedürfnisse besser zu vertreten.
In einer kleinen Interviewreihe stellen wir nun die Präsidiumsmitglieder vor. Dabei sprechen wir über Motivation, Ziele und persönliche Schwerpunkte.
Das AGFS-Präsidium im Interview

Herr Oberbürgermeister Meyer, Sie engagieren sich bereits seit mehreren Jahren im Präsidium der AGFS NRW. Wie hat sich die Arbeit im Präsidium im Laufe der Jahre verändert?
In meiner Zeit im Präsidium der AGFS NRW hat sich vor allem eines deutlich verändert: die Bedeutung der Nahmobilität. Sie ist für Kommunen heute ein zentraler Baustein moderner Stadtentwicklung. Wir wollen und müssen hier spürbare Fortschritte erzielen, um unsere Städte nachhaltig und zukunftsfähig aufzustellen.
Erfahren Sie, wie die Stadt Krefeld die Nahmobilität in Krefeld spürbar verbessert.

Herr Landrat Dr. Schulze Pellengahr, welche Themen werden Ihrer Meinung nach die AGFS NRW in den kommenden Jahren besonders fordern und wo sehen Sie die größten Chancen?
Die AGFS NRW wird in den kommenden Jahren vor allem die Aufgabe fordern, die Mobilitätswende trotz knapper Flächen, begrenzter kommunaler Haushalte und nach wie vor langer Planungsprozesse weiter konsequent voranzubringen. Insbesondere die sichere Umverteilung des öffentlichen Raums zugunsten von Fuß‑ und Radverkehr bleibt aus meiner Sicht ein sensibles, aber zentrales Thema – sowohl in größeren Städten als auch im ländlichen Raum.

Frau Bürgermeisterin Förster-Teutenberg, was hat Sie persönlich motiviert, Verantwortung im Präsidium der AGFS NRW zu übernehmen – und worauf freuen Sie sich dabei am meisten?
Als Stadtplanerin und Bürgermeisterin erlebe ich täglich, wie stark Mobilität die Lebensqualität vor Ort prägt. Mich motiviert der Wunsch, nicht nur in meiner eigenen Stadt etwas zu bewegen, sondern auch landesweit Impulse zu setzen. Die AGFS NRW bietet dafür eine starke Plattform: Sie verbindet Fachlichkeit mit kommunaler Praxis.
Entdecken Sie, welche Impulse für die Mobilität von morgen besonders wichtig sind.

Frau Bürgermeisterin Voß, welche Erfahrungen aus Ihrem beruflichen oder kommunalen Alltag möchten Sie besonders in die Arbeit der AGFS NRW einbringen?
Aus meiner Arbeit als Bürgermeisterin bringe ich vielfältige Erfahrungen aus dem kommunalen Alltag sowie ein gewachsenes Netzwerk mit. Dabei vertrete ich den festen Standpunkt, dass Radfahren ein zentraler Baustein für die Attraktivität und Lebensqualität einer Kommune ist.
Welche Projekte für die Nahmobilität in Ahaus besonders gut funktioniert haben, lesen Sie hier.

Herr Landrat Stickeln, wenn Sie an die Mobilität von morgen in NRW denken: Welcher Impuls ist Ihnen für die kommenden Jahre besonders wichtig?
Wir müssen es schaffen, die Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen finanzierbar und klimaschonend zu gestalten. Das ist eine große Herausforderung, insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Hinzu kommen die erwähnten besonderen „Vorzeichen“ des ländlichen Raums. Hier müssen die Menschen vergleichsweise weite Wege zur Arbeitsstelle oder zum Einkaufen zurücklegen. Damit dieser Individualverkehr möglichst klimaschonend erfolgen kann, bedarf es der Unterstützung von Land und Bund. Das kann ein Kreis nicht alleine stemmen.